Zu jedem Kloster gehörte früher ein grosser Garten. Darin wuchs alles, was zur Ernährung und als Medizin diente. Mit buntem Gemüse und Obst, duftenden Kräutern, Heilpflanzen und Blumen konnten die Mönche und Nonnen sich selbst versorgen.
Alles, was sie brauchten, wurde im Garten angebaut. Aus den Kräutern stellten sie Tee oder Salben her. Die Klosterfrau Hildegard von Bingen kannte sich besonders gut mit Pflanzen und Kräutern aus. Sie lebte im 11. Jahrhundert in einem Benediktinerinnen-Kloster. Hildegard hatte schon früh Visionen und Erscheinungen. Alles, was sie über Gott, die Natur und den Menschen erfuhr, liess
sie aufschreiben. In der katholischen Kirche wird Hildegard von Bingen als Heilige verehrt. Ihr Wissen über Heilpflanzen und Kräuter wird bis heute genutzt. Ob Bauchschmerzen, Husten oder Traurigkeit: Hildegard von Bingen hat sicher ein Rezept!
Text: Susanne Wallimann
Illustration: Melanie Grauer
jumi Kindermagazin – Religion und Kultur für Kinder, 11.01.2026
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